Die Schweiz bleibt eine der berechenbarsten Jurisdiktionen für internationale Geschäftstätigkeit, doch diese Berechenbarkeit erfordert sorgfältige Vorbereitung. Die Wahl zwischen einer AG und einer GmbH etwa wirkt sich nicht nur auf das Mindestkapital aus, sondern auch auf die Führungsstruktur und die Wahrnehmung des Unternehmens durch Partner.
Die Besteuerung in der Schweiz unterscheidet sich erheblich zwischen den Kantonen. Der effektive Unternehmenssteuersatz kann je nach Registrierungsort um ein Vielfaches abweichen, weshalb die Wahl des Kantons eine eigenständige strategische Entscheidung ist und keine Formalität.
Die Eröffnung eines Bankkontos für ein neues ausländisches Unternehmen erfordert eine transparente Dokumentation der Mittelherkunft, der Eigentümerstruktur und des Geschäftsmodells. Banken führen eine gründliche Due Diligence durch, und die Vorbereitung darauf braucht Zeit.
Das regulatorische Umfeld erwartet von Unternehmen eine tatsächliche wirtschaftliche Präsenz und nicht nur eine nominelle Registrierung. Das bedeutet, die Anforderungen an Personal, Büro und Geschäftsführung vor Ort bereits weit vor dem Start zu verstehen.